Tumorkonservierung

 

In Deutschland werden pro Jahr ca. 120.000 Operationen an Primärtumoren in den verschiedensten Indikationen durchgeführt. Die Zahl ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, da durch neue serologische Marker die Zahl der Früherkennungen signifikant verbessert werden konnte. Die übliche Vorgehensweise ist die Überlassung des operierten Tumors an die Pathologie in welcher der Tumor aufgearbeitet wird. Ein geringer Anteil wird in Paraffin gegossen und archiviert. Der Rest wird verworfen.

Ziel von Oncoscience ist es diesen Anteil für die operierten Patienten zu konservieren.

Die Konservierung ist ein einfacher Verfahren, um Tumore über einen langen Zeitraum ( Jahre ) aufzubewahren. Im tiefgefrorenen Zustand verändert der Tumor seine Eigenschaften auch über einen langen Zeitraum nicht.

Sinn dieser Vorgehensweise ist es, zukünftig neue Erkenntnisse in der Krebsforschung sowohl in Diagnostik als auch in der Therapie zum Wohl der Patienten nutzen zu können.

Sollten also in der Zukunft neue und aussagekräftigere Tumormarker in die Diagnostik eingeführt werden können, so wäre ein Nachbefunden des Primärtumors und somit ein neuer Erkenntnisgewinn erstmalig möglich.

Da nach heutigem Wissen die Therapieforschung sehr intensiv u.a. die Entwicklung von Tumorvaccinen zum Inhalt hat, wäre im Fall positiver Ergebnisse die Möglichkeit gegeben, einen Patienten spezifischen Impfstoff nach neuesten Erkenntnissen herzustellen. Patienten wären also in der Lage selbst zu entscheiden, ob sie Kosten für die Konservierung Ihres Tumors übernehmen wollen, um später darauf zurückzugreifen oder nicht. Dieses erscheint sinnvoll und gerechtfertigt, da Patienten mit. Z.B. früh operierten, Mamma- Prostata- oder Colon/Rectum – Karzinomen lange Überlebenszeiten haben und sich neue medizinische Erkenntnisse zu Nutze machen könnten.